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March 18, 2012
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Barfuss stand Solange in der Küche. Die Elfe war bloß mit einem Hemd Sébastiens bekleidet, der ihr über die nackten Oberschenkel reichte und trug das Haar offen.
Sie war vollkommen auf ihre täglichen Pflichten fokussiert.
Fast eine halbe Ewigkeit lang stand dabei Jean-Philippe schweigend an der Türschwelle und genoss verwirrt den Anblick. So kannte er diese Frau nicht.
In all den vergangenen Jahren war ihm nie wirklich aufgefallen wie hübsch Solange wirklich war.
Stets war diese Frau ihm konservativ und adrett gekleidet begegnet, hatte er sie reserviert und ein wenig altbacken erlebt. Praktisch kannte er sie nur als effiziente und unermüdliche Haushälterin.
Obwohl er sie bisher auch mehr ignoriert als bewusst wahrgenommen hatte. Für ihn war sie bisher stets Sébastien's kleiner Krüppel gewesen. Bisher…
Wieso war ihm das nie aufgefallen?
Na ja, meistens wenn sie ihn knapp nach sechs Uhr weckte, die Kleider bereit stellte und das Frühstück brachte, war er stets in Gedanken meilenweit weg gewesen. Und wenn sie sich dann besonders um ihn bemüht hatte, hatte er ihr stets zu spüren gegeben, dass sie hier im Haus von ihm höchstens geduldet wurde.
Etwa so, wie man ein dahergelaufenes Etwas von seinem Sohnemann erdulden musste…
Aber sie hatte sich nie klein kriegen lassen. Und er erinnerte sich nicht, sie jemals unfreundlich oder abweisend erlebt zu haben.
Erstmals verstand er die Begeisterung seines Sohnes für diese Frau. Und irgendwie widerwillig gestand er ihm erstmals auch wirklich Geschmack zu.
Wie sehr man sich doch täuschen konnte.
Vielleicht hatte Sébastien sein Leben viel besser durchdacht, als ihm jemals zuvor bewusst gewesen war. Plötzlich war ihm, als hätte er absolut nichts dagegen, dieses bezaubernde Geschöpf als Schwiegertochter anzusehen. Aber dafür war es wohl endgültig zu spät…
Er streckte den Oberkörper durch. Aber vielleicht konnte er das eine oder andere noch gut machen.
Also räusperte sich Jean-Philippe Garand.
Die Elfe zuckte sichtlich überrascht zusammen, versuchte sich jedoch nichts anmerken zu lassen. „Oh Monsieur Garand, ich habe sie überhaupt nicht kommen gehört. So früh schon auf? Ist alles in Ordnung? Wie geht es ihnen?"
„Nicht sehr gut meine liebe Solange, aber vielen Dank für die Nachfrage."
Obwohl sie sich wirklich Mühe gab, nicht überrascht zu wirken, ließ sie der freundliche, warme Tonfall des alten Mannes förmlich erschaudern. Höflich verneigte sie sich.
Dabei sorgte auch ihre Magie dafür, dass ihre wilde Haarpracht wieder zu der üblichen strengen Frisur zurückgebunden wurde. Aus dem einzelnen Hemd formte sich gleichzeitig ein schlichter aber modischer Anzug. Und Teile davon schafften es sogar zu ihren Füßen hinunter, wo sie sich zu eleganten Ballerinas formten.
Als sie jetzt zu ihm hoch sah, hatte ihr Gesichtsausdruck auch die bekannte Strenge und Unnahbarkeit, war ihr faszinierender Liebreiz der geschäftlichen Härte gewichen, die ihm so vertraut war.
Doch die harte Schale hatte Risse bekommen…
Sie schminkte sich so, dämmerte es Jean-Philippe erstmals. Obwohl sie nur ganz wenig und dies akzentuiert auftrug!
Aber ihm war auch etwas anderes aufgefallen. Während die Magie die Kleidung verformt hatte, hatte er auch erstmals einen Blick auf ihre nackte Schulter werfen können. Und so hatte er die Narbe sehen können, die heutzutage kaum mehr als eine Verfärbung war; die aber praktisch die Stelle markierte, an der ihr der Arm und Teile der Schulter weggeschossen worden waren, als sie sich damals schützend vor Sébastien geworfen hatte.
Ein paar Mal hatte er von ihr gehört, dass sie damals eigentlich damit rechnete, in den Armen seines Sohnes zu sterben. Doch das hatte dieser schlicht nicht zulassen wollen!
Deswegen hatte er stets gedacht, dass Sébastiens sie nur aus Mitleid hierher geholt hatte, da er sich ihr gegenüber dazu verpflichtet fühlte, nachdem sie praktisch für ihn gestorben war. Hier hatte er sie dafür in Rente geschickt.
Aus dieser Überlegung heraus hatte er auch nie mehr als ein weiterer Krüppel in ihr gesehen. Ein weiteres Wrack, dass Sébastien hierher in seine Familienresidenz abgeschoben hatte…
Während er sie nun ansah, hatte er im Hinterkopf die Stimme seines Sohnes, wie dieser ihm erklärte, dass man zwar ihren Arm vollständig wiederherstellen hatte können und wohl auch keine physischen Schäden zurückbleiben würden. Aber die Verletzung selbst und die Umstände, dass sie dabei fast gestorben war; hatten ihr einen Großteil ihrer Magie gekostet. Und obwohl sie sich es nie anmerken ließ, war damit ihre Karriere als erfolgreiche Kampfmagierin endgültig gestorben…
Das hatte sie in seinen Augen als Krüppel abgestempelt. Und Sébastiens Bemühungen um diese Elfe hatte er stets als schlechtes Gewissen und Schuldgefühle gedeutet. Manchmal war er sogar davon ausgegangen, dass sein Sohn wohl der Meinung sein musste, dass er sie lieber hätte sterben lassen sollen, als zu einem solchen Leben zu verdammen…
Jean-Philippe Garand schlurfte zum Küchentisch, zog einen Stuhl heran und liess sich schwer fallen.
Doch erstmals wurde ihm bewusst, dass es vielleicht auch einen anderen Aspekt vom unsteten Lebenswandel und den ewigen Frauengeschichten seins Sohnes gab.
Er war nur so verdammt blind gewesen.
Seine Stimme klang wirklich müde. „Ach, meine liebe Solange. Dürfte ich dich um einen Kaffee bitten?
Ich hatte eine fürchterliche Nacht und habe kaum geschlafen, fühle mich nicht besonders gut. Glaubst du, dass Doktor Bernard Borel für mich Zeit hätte?"
Solange war es anzusehen, dass sie immer noch Mühe mit der aufrichtigen Freundlichkeit in der Stimme von Sébastiens Vater hatte, als sie zustimmend nickte. „Oh ja, mein Herr! Wenn sie sich nicht gut fühlen, wäre dies wohl das klügste. Soll ich einen Termin für sie abmachen?"
Jean-Philippe holte tief Luft. „Gerne, aber eine Bitte hätte ich noch!"
Sie nickte nur, erwartete wohl wieder einen abschätzigen Kommentar oder eine der üblichen Zurechtweisungen.
„Ich fühle mich im Moment, als würde ich dabei Jul und meine Frau im Stich lassen, wenn ich sie heute Morgen nicht besuchen gehe. Ich habe sie bisher noch nie im Stich gelassen! Kannst du, liebe Solange, heute ausnahmsweise mal dafür sorgen, dass ihre Gräber Blumen erhalten?"
Er konnte deutlich sehen, wie sich jetzt Freude und Panik in ihrem Blick wechselten.
Schliesslich lächelte sie über das ganze Gesicht, als sie zustimmend nickte. „Das werde ich natürlich tun. Und sie werden nicht enttäuscht sein. Aber zuerst schauen wir, dass wir sie wieder fit kriegen, damit sie so rasch wie möglich wieder zu ihrem geliebten Sohn und ihrer Frau zurückkehren können!"
Der alte Mann nickte zustimmend und lächelte schwach. „Ach liebe Solange, was wäre ich ohne sie! Würden sie in diesem Fall bitte auch dafür sorgen, dass auf Joëlle Marie Claudettes Grab Blumen kommen?"
Die Elfe blickte kurz verwundert und nickte aber nur erneut, als sie ihm eine Tasse Kaffe hin stellte.
Jean-Philippe nahm einen tiefen Schluck und schloss kurz die Augen, fühlte nun, wie die Lebensgeister zurückkehrten. „Wann glaubst du, wird unser lieber BB Zeit für mich haben?"
Die Elfe blickte kurz zur Zeitanzeige an der Küchenwand. „Falls er nicht gerade von DocWagon oder unseren Leuten aufgeboten worden ist, jederzeit… wie wäre es um acht Uhr. Da haben wir noch genügend Zeit zum anzukleiden und sie können noch die Blumen für ihren Sohn und ihre Frau auswählen!"
„Acht Uhr klingt gut. Und was die Blumen betrifft, vertraue ich dir blind mein Kind!"
Nur um Haaresbreite gelang es Solange die Kaffeekanne nicht umzuwerfen, als sie sie abzustellen versuchte.
Sie warf dem alten Mann einen prüfenden, durchdringenden Blick zu.
Doch so sehr sie sich beim Askennen bemühte, es war keine Falschheit oder Boshaftigkeit an ihm auszumachen. Es schien wirklich, als meinte er es aufrichtig!
Irgendwie machte er ihr erstmals Angst.
Aber im Moment war der Termin für den Arztbesuch dringender.
„Acht Uhr also. Und ich werde mir bei den Blumen besondere Mühe geben!"
Ihr Blick fokussierte sich in die Ferne. Noch lächelte sie.
Dann bildeten sich Falten auf ihrer Stirn, wirkte sie beunruhigt.
Schließlich schüttelte sie den Kopf und sah sich nervös um. „Ich kann keine Verbindung herstellen!"
Wie auf ein Stichwort zuckte nun der alte Mann zusammen und verbarg das Gesicht hinter einer Hand. Seine Stimme klang dabei wie das eines Kindes, das von seiner Mutter schließlich ertappt, beichten musste.
„Ach mein Kind, Solange, das tut mir leid! Ich hatte nicht daran gedacht. Das ist wohl alles meine Schuld. Ich hab vorher noch halb im Schlaf versucht Sébastien zu erreichen und dabei irgendetwas mit dem AR-Terminal angestellt. Plötzlich ging nichts mehr. Aber ich hab mir im Augenblick irgendwie auch nichts dabei gedacht. Das tut mir wirklich leid!"
Die Elfe wollte gerade etwas Beruhigendes antworten, als sie in der AR auch die Verbindung über Jean-Philippes Schlafzimmer überprüfte. „Was… Gott ist das eine verdammt hässliche Fehlermeldung!"
„Kann man da was tun?"
„Das sollten sie mir sagen, sie sind hier die lebende Matrix-Legende!"
Jean-Philippe lächelte schwach. „Das war einmal Kind. Die heutige Matrix ist auch für mich wie ein Irrgarten. Ich glaube, dass wäre wohl etwas für Sébastien!"
Solange nickte mit einem mitfühlenden Schmunzeln. „Ja, das sieht ganz danach aus… verzwickt…"
„Meinst du, Sébastien wird mit mir schimpfen?"
„Nein, nein, sicherlich nicht. Das hat er doch noch nie getan!"
„Aber es ging auch nie um die Matrix. Was wenn ich ihn damit enttäusche, so wie ich es immer bisher gemacht habe?"
Die Elfe hielt die Luft an, als sie tief in die Augen des alten Mannes blickte. Irgendetwas war wirklich nicht mehr in Ordnung. Aber sie konnte wirklich nicht sagen was. Vor allem wusste sie überhaupt nicht, wie ernst sie die Befürchtungen des alten Mannes nehmen musste. Und so entschied sie sich erstmals, etwas zu tun, das sie bisher noch nie in Betracht gezogen hatte. „Keine Angst er wird es nie erfahren. Zumindest nicht von mir!"
Als sie ihm dabei zu zwinkerte, wirkte er wirklich erleichtert.
„Aber was nun?"
Solange lächelte. „Kein Problem. Für einen solchen Fall habe ich zugriff auf das Matrix-unabhängige Phénix-Terminal im Kommunikationsraum. Ich werde alles von dort her erledigen und versuchen auch einen unabhängigen System-Check von hier zu veranlassen. Vielleicht ist danach alles wieder in Ordnung!"
Zustimmend nickte Jean-Philippe.
Die Elfe dagegen versuchte selbstsicher zu wirken, als sie sich noch die Hände abtrocknete und sich dann auf den Weg machte. „Ich werde ihren Sohn jedoch über den Arzttermin informieren müssen, was soll ich ihm sagen, wie es ihnen geht?"
Der alte Mann wirkte wie ein Häufchen Elend. „Sagen sie ihm, dass es nur ein leichtes Unwohlsein ist. Ich fühle mich ein wenig schwach. Wird wohl nichts schlimmes sein. Und; Solange, es tut mir wirklich von tiefstem Herzen leid!"
„Was?" fragte die Frau verunsichert.
„Das wegen der Matrix…"
Obwohl sie wetten hätte können, dass er etwas anderes meinte, nickte sie bloß. Irgendwie lief im Moment alles ein wenig neben der Bahn „Natürlich, ist kein Problem. Werd sie nicht verraten, Ehrenwort! Um acht Uhr also. Werde schauen, dass ich die schönsten Blumen finde, die es in ganz Lausanne im Angebot gibt! Bin gleich zurück. Nicht weglaufen!"
Der alte Mann lächelte dankbar. „Das bezweifle ich irgendwie…"
Rasch beeilte sich die Elfe ins obere Stockwerk und kämpfte dabei noch mit einer abtrünnigen Haarsträhne. Als sie noch einmal zurück sah, wäre sie fast gestolpert.
Jean-Philippe seinerseits nickte stumm und war sich erstmals sicher, dass sein Sohn eine Zukunft mit dieser Frau verdient hatte. Ohne dass sie ihr junges Leben für einen alten, gebrechlichen Krüppel aufopfern musste.
Er aktivierte die AR seiner Brille.
„Louise-Angélique?"
Das Matrixkonstrukt einer schwarzhaarigen Schönheit mit traurigem Blick flog jetzt förmlich zur Ostwand der Küche und öffnete über dem Bild Julien Garands einen der unzähligen Phénix-Logingpunkte die im ganzen Raum verteilt waren. Noch bevor sich das Auswahlmenu auffächerte, glühte bereits in gefährlichem rot ein Eingabefenster darüber. Die Frau blickte zum alten Mann, der nur ein ‚Krieger der Matrix, Kriegerbrüder für die Ewigkeit' murmelte.
Hierauf breitete der Phönix in ihren Händen die Flügel aus und der alte Mann hatte direkten Zugriff auf das Sicherheitssystem der Phénix Sécurité. Seufzend wischte sich Jean-Philippe die Tränen aus dem Gesicht und wandte sich Louise-Angélique zu.
„Existiert P.J. Ereinred noch?"
Die Frau nickte, als sie bis zum Ellbogen in den Rumpf des Phönixes griff und ein einzelnes Account-Fenster mit einem von Kinderhand gezeichnetem Portrait hervorzog.
„Es ist als ultraviolette Sicherheitskopie im privaten Sicherheitsspeicher Sébastiens abgelegt!"
Mit zitternden Händen nahm der alte Mann nun die in Form einer Datenmappe gehaltene Datei entgegen und musste zuerst mehrfach schwer schlucken, bevor er sie aufklappte.
„Es ist das allererste Personenfile, das wir für das neue Sicherheitsprogramm anlegten… Sébastien programmierte es, Julien malte das Portrait und ich implementierte es…"
Noch während er die Mappe ganz öffnete, schnappte sich Louise-Angélique eine Spinne nach der anderen, welche zwischen den Zeilen hervorgekrabbelt kamen und Jean-Philippe schickte jede von ihnen mit einer speziellen Druckkombination auf ihre Köpfe schlafen. Nur beim letzten, violetten Skorpion hatte er ein wenig Mühe, hätte dieser fast zugestochen, wenn der alten Mann nicht noch in dessen Rumpf hinein gegriffen und ihn von innen her ausgeweidet hätte.
„Sébastien ist gut geworden. Besser als ich gedacht hatte. Aber er hat sich nie getraut, meine Masterfiles, auf die das ganze Programm aufgebaut wurde zu entfernen. Damit auch meine primären Hauptpasswörter und Zugangkodes…"
Der alte Mann nahm nun das von seinem jüngsten Sohn gezeichnete, farbenfrohe Portrait und legte es sich wie eine Maske in der AR vor das Gesicht. Als er nun nach einem Flügel des Phönixes griff, sahen auch sein Arm und seine Hand wie von einem Kind gezeichnet aus.
Er rief nun ein Notfallprotokoll der Phénix Sécurité ab und startete einen zeitverzögerten Notfallruf für einen Phénix Sondereinsatz am anderen Ende der Stadt. Dr. Bernard Borel würde hierbei pünktlich um acht Uhr fünfzehn dieses Tages aufs dringlichste dafür aufgeboten werden!
Nachdem er alle Sicherheitsprotokolle bestätigt und den Sondereinsatz vollumfänglich bestätigt bekommen hatte, wechselte er zur Korrekturkonsole und hebelte davon das Bestätigungsfenster für den Rückruf aus, übergab es Louise-Angélique, die es versiegelte.
Dann begann der alte Mann eines der Protokolle nach dem anderen mit dem Code einer Falschmeldung zu schließen. Signierte das Dokument und bestätigte es auch als P.J. Ereinred. Geduldig wartete er noch die zwei Minuten Sicherheitszeit ab, dabei stets horchend, was sich außerhalb der Küche ereignete, bis er die Bestätigung erhielt, dass der Sondereinsatz problemlos aufgehoben worden war.
Schließlich schloss er das Dokument und aktualisierte es auch gleichzeitig. Noch während diese Funktion lief, loggte er sich ebenfalls aus; so dass gewährleistet war, dass die offenen Funktionen nicht abgeschaltet wurden.
Obwohl es nun für Phénix aussehen würde, als wäre dies bloß ein weiterer falsch ausgefüllter Appell, würde der Arzt den Aufruf trotzdem erhalten…
Jean-Philippe Garand lehnte sich jetzt zurück und bedankte sich noch bei Louise-Angélique. Dabei wies er diese an, alle Leitungen aus dem Anwesen nach und nach frei zu geben und die dazugehörige drei Punkte Fehlermeldung dementsprechend anzupassen, bis sie sie komplett entfernen konnte.
Solange nahte.
Er loggte sich aus der AR aus und wandte sich seinem Kaffee zu.
Zufrieden betrat die Elfe die Küche und ging zur Anrichte. „Es ist alles gut gegangen. Das System sollte hoffentlich in den nächsten Minuten wieder funktionieren. Der Termin steht, um acht Uhr. Und eigentlich hat sich ihr Sohn angeboten, sie zu fahren. Aber nachdem ich ihn beruhigen konnte, wird er einen Wagen dafür schicken. Und schließlich habe ich die schönsten Rosen, die in der ganzen CSF zu finden waren für ihre Frau bestellt!"
Jean-Philippe Garand sah sie fasziniert an. „Solange, mein Kind, habe ich ihnen schon jemals gesagt, dass es für mich eine ausserordentlich grosse Ehre und Freude ist, sie um mich zu haben? Sie würden sicherlich eine perfekte Schwiegertochter abgeben!"
Mit voller Wucht rammte die Elfe nun die Anrichte und krümmte sich erst lange danach vor Schmerz, während sie die ganze Zeit den alten Mann entgeistert ansah.
Dieser lächelte nur. Es tat irgendwie gut.
Alte Hasen...
;-)



▼ Was bisher geschah: [link]

▲ Fortsetzung: [link]




Dramatis personae


Jean-Philippe Garand
-Ehemaliger Runner unter dem Strassennamen Le Dernier.

Solange
-Haushälterin im Hause Garand (hauptsächlich für Senior tätig). Ehemalige, ausgebrannte Kampfmagierin der Phénix Sécurité .
Zierliche Elfe mit streng zurückgebundenem, schwarzem Haar.

Louise-Angélique Bertin
Semiintelligentes Matrix-Konstrukt einer schwarzhaarigen Schönheit mit traurigem Blick, von Le Dernier programmiert.

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:iconnikitatarsov:
NikitaTarsov Featured By Owner Mar 18, 2012  Hobbyist Artist
Ja der Flair des alten erfahrenen Deckers kommt durch doch.....da wirkt das ganze AR-Geschupse ein wenig plug-n-play.....
Reply
:iconthereallobezno:
Thereallobezno Featured By Owner Mar 20, 2012  Hobbyist Writer
Na ja, er ist in einem System drin, dass er selber geschrieben hat und greift über einen Host zu, der ebenfalls von ihm erschaffen wurde...

Wenn ich alles so gekommen ist, wie ich es hoffe, merkt man jedoch die einzige Stelle, an der er seine 'Fähigkeiten' als Decker einsetzt.
;-)
Reply
:iconnikitatarsov:
NikitaTarsov Featured By Owner Mar 20, 2012  Hobbyist Artist
Das "handwerkliche" wirkt besser, irgendwie echter als das moderne Zeug.....
Reply
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